Musterportfolio 2012 | Musterdepot

Bevor wir Ihnen konkrete Beispiele zur Gestaltung eines Wertpapierportfolios in der für Sie angemessenen Risikoklasse geben, möchten wir Ihnen einige Grundregeln für die Zusammenstellung/Individualisierung Ihrers Wertpaierdepots an die Hand geben.

 

  1. Risiko und Gewinn stehen immer in enger Beziehung
  2. Das Risiko der Geldanlage in Aktien und Anleihen hängt immer auch von der Zeitdauer ab, in der diese Anlagen gehalten werden sollen/können. Je länger ein Investor bereit ist ein Wertpapier zu halten, desto geringer wird das Risiko.
  3. Eine Kapitalanlagestrategie muss sich somit am Lebensalter orientieren. Junge Menschen können mit ihrem Gehalt Verluste aus Wertpapieren ausgleichen. Für Ältere ist dies nur noch eingeschränkt, oder gar nicht mehr möglich.
  4. Sie müssen unterscheiden zwischen Ihrer Einstellung zum Risiko und Ihren Möglichkeiten eine riskante Strategie tatsächlich tragen zu können.
  5. Gleichgültig wie vorsichtig Sie sind, dass einzige Risiko, dass Sie niemals vermeiden werden können, ist sich selbst zu Irren.
  6. Glauben Sie niemals zu Investieren, wenn Sie schon längst Spekulieren.
  7. Werden Sie ein kritischer Denker. Glauben Sie an keine "Wall Street Story". Hinterfragen Sie alle Empfehlungen und Aktientipps. Selbstverständlich auch unsere.
  8. Werden Sie geduldig und zuversichtlich, dann können Sie selbst während schlimmer Abwärtsbewegungen noch Schnäppchen schlagen und den größten Hypes wiederstehen.

 

Nun möchten wir Ihnen noch erklären wie Sie die unterschiedlichen Musterportfolios zu lesen haben. Wir haben die Anlageformen in die üblichen  Kategorien eingestuft:

  1. Anlagen mit geringem Risikio
  2. Anlagen mit mittlerem Risiko
  3. Anlagen mit höherem Risiko

 

Die Anlageklasse der Anleihen haben wir pauschal der Kategorie mittleres Risiko zugeteilt. Allerdings ist diese Einstufung zu allgemein. Bei Staatsanleihen - vor allem derer im Investmentgrade - sehen wir nur ein geringes Risiko. Wir sind und waren jedoch nie der Auffassung das das Risiko bei Staatsanleihen selbst derer mit AAA-Rating (siehe Rubrik Staatsanleihen) gleich null ist. Eine Wahrscheinlichkeit von exakt null bezeichnet in der Wahrscheinlichkeitstheorie ein unmögliches Ereignis. Staatspleiten sind sicherlich nicht unmöglich, wenngleich viele Berater über die Jahre hinweg so taten als gäbe es bei deutschen, französischen oder anderen großen Eurolandnationen kein Ausfallrisiko. Die derzeitigeSituation an den Finanzmärkten belehrt sie nun eines besseren. Frankreich geriet in seiner frühren Phase als souveräner Staat acht mal in Zahlungsverzug. Spanien konnte insgesamt 13 mal seine Schulden nicht begleichen und Griechenland befand sich von 1800 bis nach dem Zweiten Weltkrieg in beinahe permanenter Zahlungsunfähigkeit. Auch in Deutschland ereigneten sich in den Jahren 1932, 1939 und 1948 Umschuldungen beziehungsweis Zahlungsausfälle(Quelle:Rogoff 2010).